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Venture Client Approach: So treibst du Innovation mit Startups

Venture-Client-Modell erklärt: Konzerne kaufen Startup-Produkte statt Anteile. Unterschied zu CVC, wichtige KPIs und die Umsetzung in neun Schritten.

Der Venture-Client-Ansatz ist ein Innovationsmodell, bei dem ein etabliertes Unternehmen das Produkt eines Startups kauft und einsetzt, statt sich am Startup zu beteiligen. Statt jahrelang auf eine Rendite zu warten, löst der Konzern jetzt ein konkretes Geschäftsproblem, und das Startup bekommt früh das Wertvollste, was es haben kann: einen zahlenden Referenzkunden. Genau dieser Wechsel vom Investor zum ersten Kunden macht Venture Clienting zu einem der schnellsten Wege von Startup-Technologie zu echtem Konzern-Impact.

Für viele Entscheider und Innovationsmanager liegt die Herausforderung darin, die passenden Startups zu identifizieren, sie in bestehende Konzernstrukturen zu integrieren und diese Beziehungen langfristig zu steuern. Der Venture-Client-Ansatz adressiert genau das mit einem pragmatischen Rahmen für Zusammenarbeit. Er liefert Startups die nötigen Ressourcen, Feedback und Marktzugang, während Konzerne frische Ideen und unternehmerische Energie für sich nutzen.

In diesem Guide erfährst du, was das Venture-Client-Modell ist, woher es kommt, wie es sich von Corporate Venture Capital unterscheidet, welche Kennzahlen es messbar machen und mit welchen Schritten du es umsetzt. Egal ob du als Konzern-Lead die Innovationsstrategie schärfen willst oder als Gründer strategische Partnerschaften suchst: Hier findest du das Handwerkszeug, um das volle Potenzial des Venture Clientings zu heben.

Was ist das Venture-Client-Modell?

Das Venture-Client-Modell ist ein strategisches Innovationsmodell, bei dem etablierte Unternehmen Startups als Kunden einbinden. Anders als beim klassischen Venture Capital, wo es um Beteiligungen geht, fokussiert das Venture-Client-Modell darauf, innovative Startup-Lösungen für konkrete Geschäftsprobleme im Konzern einzusetzen. Konzerne profitieren als früher Kunde von modernster Technologie, Startups bekommen wertvolle Marktvalidierung und Umsatz.

In der Praxis ist Venture Clienting der transaktionsstärkste Zweig von Open Innovation: Der Konzern öffnet ein echtes Geschäftsproblem für das externe Startup-Ökosystem und bezahlt für die Lösung, die funktioniert, statt jede Fähigkeit selbst aufzubauen.

Warum das Venture-Client-Modell wichtig ist

Der Venture-Client-Ansatz ist entscheidend, wenn du in einem dynamischen Markt wettbewerbsfähig bleiben willst. Du integrierst die neuesten Innovationen, ohne dich auf komplexe Equity-Investments einlassen zu müssen. Das Modell beschleunigt die Adaption neuer Technologien und etabliert gleichzeitig eine Kultur der kontinuierlichen Verbesserung und Agilität in deinem Unternehmen. So bleibst du an der Spitze der Branchenentwicklung.

Win-win für Konzerne und Startups

Das Venture-Client-Modell schafft eine echte Win-win-Beziehung. Startups erhalten Ressourcen und Marktzugang, schärfen ihre Produkte und skalieren schneller. Im Gegenzug bekommen Konzerne Zugriff auf innovative Lösungen, die Abläufe verbessern, Kundenerlebnisse stärken und den Wettbewerbsvorteil sichern. Aus diesen Kollaborationen entstehen oft langfristige Partnerschaften und tiefere Integrationen, die das Wachstum beider Seiten beflügeln.

Woher kommt das Venture-Client-Modell?

Das Venture-Client-Modell geht auf Gregor Gimmy zurück, der den Begriff bei BMW prägte und im Februar 2015 mit der BMW Startup Garage die weltweit erste Venture-Client-Einheit aufbaute. 2018 gründete Gimmy den Venture-Client-Spezialisten 27pilots, der zum 1. Januar 2023 Teil von Deloitte wurde. Was als Experiment eines Autobauers begann, ist heute ein Standardinstrument der Konzern-Innovation in Automotive, Industrie, Telekommunikation und Bau.

Die BMW Startup Garage ist dabei der am besten dokumentierte Beleg. Nach Zahlen der BMW Group zum zehnjährigen Bestehen im Februar 2025 hatte das Team rund 4.700 Startups geprüft, gemeinsame Projekte mit mehr als 220 jungen Unternehmen aus 26 Ländern umgesetzt und 30 davon als reguläre Lieferanten und Dienstleister im Konzern etabliert.

Wayra wendet dieselbe Logik für o2 Telefónica in Deutschland an. Als Innovation Hub des Konzerns scouten wir Startups entlang konkreter Bedarfe, finanzieren und steuern den Proof of Concept und verkürzen das Lieferanten-Onboarding, das Konzern-Pilotprojekte sonst ausbremst. Wie das Modell aus Konzernsicht aussieht, zeigen wir auf unserer Seite zu Telefónica als Kunde und dem Venture-Client-Modell.

Venture Client oder Corporate Venture Capital: Was ist der Unterschied?

Der Unterschied liegt darin, was der Konzern kauft. Bei Corporate Venture Capital (CVC) kauft er Anteile und geht eine finanzielle Position im Startup ein. Beim Venture-Client-Modell kauft er das Produkt und geht eine operative Position auf sein eigenes Geschäftsproblem ein. Beides kann parallel laufen, beantwortet aber unterschiedliche Fragen.

  • Ziel: CVC zielt auf finanzielle und strategische Rendite aus einer Beteiligung. Venture Clienting zielt darauf, ein definiertes Geschäftsproblem mit der besten verfügbaren Technologie zu lösen.
  • Geschwindigkeit: Ein Venture-Client-Pilot startet in Wochen. Eine Beteiligungsrunde braucht Due Diligence, Legal und Gremienzyklen und damit Monate.
  • Risiko: Liefert ein Pilot nicht, beendest du die Zusammenarbeit mit begrenzten, budgetierten Kosten. Eine Beteiligung bleibt in der Bilanz.
  • Nutzen für das Startup: CVC bringt Kapital. Venture Clienting bringt Umsatz, Produktfeedback und einen Referenzkunden, der den nächsten Vertriebszyklus öffnet.
  • Organisatorische Verankerung: CVC sitzt meist im Corporate Finance. Eine Venture-Client-Einheit sitzt nah an den Fachbereichen, denen das Problem gehört.

Viele Konzerne fahren beide Modelle parallel und richten jedes auf das Ziel aus, für das es taugt: Beteiligung für Eigentumsfragen, Venture Clienting für schnelle Adaption.

Welche KPIs machen ein Venture-Client-Programm messbar?

Um den Erfolg und Impact eines Venture-Client-Programms zu messen, brauchst du klare Kennzahlen. Sie helfen dir, die Performance zu beurteilen, Optimierungspotenziale zu erkennen und die Ausrichtung an deinen strategischen Zielen sicherzustellen. Die wichtigsten KPIs sind:

  • Time to Market: Wie schnell die Lösung eines Startups im Konzern integriert und live geht. Eine kurze Time to Market sorgt dafür, dass der Nutzen früher realisiert wird und du dir einen stärkeren Wettbewerbsvorteil sicherst.
  • Return on Investment (ROI): Der finanzielle Nutzen aus dem Einsatz der Startup-Lösung im Verhältnis zur Anfangsinvestition. Ein positiver ROI zeigt, dass die Lösung echten Mehrwert liefert.
  • Mitarbeiter-Engagement: Das Maß, in dem deine Teams mit der neuen Lösung arbeiten und sie schätzen. Hohes Engagement führt zu besserer Adoption und effektiverer Nutzung der Technologie.
  • Kundenzufriedenheit: Die Verbesserung im Service und in der Zufriedenheit durch die eingeführte Lösung. Bessere Kundenerlebnisse stärken Loyalität und steigern Umsatz.
  • Innovation Impact: Der Gesamteffekt auf die Innovationsfähigkeit und Wettbewerbsposition des Unternehmens. Wirksame Innovation öffnet neue Produkt- und Marktchancen.
  • Anzahl eingebundener Startups: Die Gesamtzahl der Startups, die im Programm aktiv sind. Eine hohe Zahl steht für ein breites Innovations-Ökosystem und vielfältige Lösungen.
  • Erfolgsrate von Pilotprojekten: Der Anteil der Pilotprojekte, die erfolgreich in den Vollbetrieb überführt werden. Hohe Erfolgsraten belegen, dass die Vorauswahl und Zusammenarbeit funktionieren.
  • Innovations-Adoptionsrate: Wie schnell neue Technologien und Lösungen im Konzern Fuß fassen. Hohe Adoptionsraten zeigen eine offene Kultur und effektive Integrationsprozesse.

Zusätzlich lohnt es sich, Environmental-, Social- und Governance-Kriterien (ESG) in die KPIs einzubauen. Dazu zählen Messgrößen für Treibhausgas-Emissionen, Ressourceneffizienz, sozialen Impact und Governance-Praktiken. So richtest du das Programm konsequent an Nachhaltigkeitszielen aus.

Wie setzt du das Venture-Client-Modell Schritt für Schritt um?

Ein Venture-Client-Modell umzusetzen heißt, neun strategische Schritte zu durchlaufen, von der Zieldefinition bis zum laufenden Monitoring. Die Reihenfolge ist entscheidend: Jeder Schritt verengt den Trichter von einer breiten Geschäftsherausforderung auf genau eine Startup-Lösung, die im kontrollierten Piloten belegt wird, bevor sie skaliert. Diese Schritte sind essenziell.

Ziele definieren

Skizziere die Ziele und gewünschten Ergebnisse des Programms klar. Lege fest, was dein Unternehmen mit der Zusammenarbeit erreichen will, etwa einen bestimmten Bereich stärken, das Kundenerlebnis verbessern oder neue Produkte entwickeln. Klare Ziele richten das Programm an der Gesamtstrategie aus und legen die Basis für die Erfolgsmessung.

Geschäftsherausforderungen identifizieren

Definiere konkrete Herausforderungen oder Bereiche, in denen innovative Lösungen den größten Hebel haben. Bring verschiedene Abteilungen ins Boot, um ein vollständiges Bild der Bedarfe zu bekommen. Eine strukturierte Sicht auf die eigene Wertschöpfung hilft dabei enorm: Porters Wertkettenmodell zeigt dir, an welcher Stelle Kosten, Qualität oder Geschwindigkeit tatsächlich entstehen und wo eine externe Lösung den größten Unterschied macht.

Passende Startups scouten

Nutze Netzwerke, Innovation Hubs, Branchenevents und Venture-Development-Teams, um Startups mit relevanten Lösungen zu entdecken. Erstelle eine kuratierte Shortlist von Kandidaten, die zu deinen Herausforderungen passen. Konzerne ohne eigenes Scouting arbeiten dafür meist mit einem Partner, der das Ökosystem schon kennt, genau diese Rolle übernimmt Wayra als Innovation Hub von o2 Telefónica in Deutschland.

Erste Bewertung durchführen

Prüfe die Startup-Lösungen auf Machbarkeit, Passung zu deinen Zielen und potenziellen ROI. Bewerte Technologie, Geschäftsmodell und Team, um sicherzugehen, dass die Startups die nötige Substanz mitbringen. Eine schnelle Abkürzung an dieser Stelle ist die Positionierung des Startups selbst: Starke Value Proposition Beispiele sagen dir in einem Satz, welches Problem ein Unternehmen für wen löst, und schwammige Formulierungen sind ein frühes Warnsignal.

Erstgespräche führen

Starte das Gespräch mit den ausgewählten Startups, lerne ihre Kompetenzen, Produkte und ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit kennen. Prüfe, ob sie für Pilotprojekte bereit sind und wie ihre Lösungen auf deine Anforderungen zugeschnitten werden können. Ein guter Start in die Beziehung legt das Fundament für eine erfolgreiche Kollaboration.

Proof of Concept (PoC) aufsetzen

Setze einen PoC auf, um die Lösung in einem kontrollierten Umfeld zu testen. Liefere Projektmanagement-Support und die nötigen Mittel, damit der PoC auf Kurs bleibt. Diese Phase ist entscheidend, um Machbarkeit und Wirkung vor einer vollen Implementierung zu validieren. Ein erfolgreicher PoC zeigt das Potenzial und schafft Vertrauen für weitere Investitionen.

PoC-Ergebnisse auswerten

Analysiere die Ergebnisse des PoCs und sammle Feedback von allen Beteiligten. Prüfe, ob die Lösung deine Erfolgskriterien erfüllt und Potenzial für eine dauerhafte Integration hat. Diese Auswertung hilft dir, fundierte Entscheidungen für die Skalierung zu treffen und nötige Anpassungen zu erkennen.

Integrieren und skalieren

Wenn der PoC erfolgreich war, integrierst du die Startup-Lösung in den operativen Betrieb. Plane die Skalierung über relevante Abteilungen oder Märkte und sorge dafür, dass die Lösung zukunftssicher mit deinen Zielen wächst. Eine saubere Integration liefert reibungslose Abläufe und maximiert den Impact.

Laufend monitoren und unterstützen

Halte die Beziehung zum Startup aktiv, biete kontinuierliche Unterstützung, sammle Feedback und treibe Verbesserungen voran. Überwache regelmäßig Performance und Wirkung, damit der Erfolg nachhaltig bleibt und sich Lösungen an neue Bedarfe anpassen lassen. Permanentes Engagement formt eine widerstandsfähige Partnerschaft und treibt Innovation langfristig.

Wie unterstützt Technologie das Venture-Client-Management?

Technologie ist der Hebel, um Venture-Client-Beziehungen effizient zu steuern. Kollaborations-Plattformen, Projektmanagement-Tools, Analytics und Automatisierung machen aus einzelnen Piloten ein Programm, das sich steuern, vergleichen und berichten lässt. So trägt jede Ebene bei.

Kollaborations-Plattformen

Nutze digitale Plattformen, die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Konzern und Startup nahtlos ermöglichen. Echtzeit-Austausch, geteilte Dokumente und Projekt-Tracking sorgen dafür, dass alle Beteiligten auf demselben Stand sind. Solche Plattformen schaffen Transparenz und Koordination und stärken die Partnerschaft.

Projektmanagement-Tools

Setze robuste Projektmanagement-Tools ein, um Pilotprojekte und Vollbetrieb-Implementierungen sauber zu steuern. Meilensteine setzen, Aufgaben verteilen und Termine überwachen wird damit zur Routine. So bleibt jedes Projekt auf Kurs und erreicht seine Ziele.

Datenanalyse

Nutze Datenanalyse-Tools, um die Performance der Startup-Lösungen tief zu durchdringen. Auswertungen zu Nutzungsmustern, ROI und Kundenzufriedenheit liefern die Basis für fundierte Entscheidungen und kontinuierliche Optimierung. Datenbasierte Insights machen den Erfolg messbar und zeigen Verbesserungspotenziale auf.

KI und Automatisierung

Bring KI und Automatisierung ins Spiel, um Entscheidungen zu beschleunigen und Abläufe zu verschlanken. KI-getriebene Insights prognostizieren mögliche Probleme, optimieren die Ressourcen-Allokation und personalisieren Lösungen für deine Bedarfe. Automatisierung steigert Effizienz und reduziert Fehlerquellen für eine reibungslose Umsetzung.

Case Study: Telefónica und Galactify

Ein konkretes Beispiel für Venture Clienting in der Praxis ist die Zusammenarbeit zwischen Galactify, Telefónica und Wayra. Mit einem semantischen 3D-Interface konnte Telefónica Projektelemente wie Ziele, Aufgaben und Entscheidungen hierarchisch visualisieren und ordnen. Wayra lieferte Projektmanagement und Finanzierung während des Proof of Concept und verkürzte über den eigenen Fast Track das Lieferanten-Onboarding. Über fünf Monate PoC verbesserten sich Feedback- und Compliance-Prozesse spürbar, danach wurde die Plattform innerhalb von Telefónica Deutschland weiter ausgerollt.

Wie minimierst du Risiken in Venture-Client-Partnerschaften?

Die größten Risiken in Venture-Client-Partnerschaften sind technische Inkompatibilität, die finanzielle Fragilität junger Unternehmen und Compliance-Lücken. Alle drei sind beherrschbar, wenn du sie vor der Vertragsunterschrift prüfst und nicht erst, wenn der Pilot läuft. Diese Schutzmechanismen zählen am meisten.

Sorgfältige Due Diligence

Bewerte Technologie, Geschäftsmodell und Team eines Startups umfassend. Prüfe finanzielle Stabilität, Skalierungs-Potenzial und die Passung zu deinen Werten und Zielen. Eine gründliche Due Diligence senkt das Risiko, mit Startups zusammenzuarbeiten, die finanziell oder operativ wackeln.

Klare Verträge

Schreibe Verträge auf, die Umfang, Verantwortlichkeiten, Lieferobjekte und Erwartungen beider Seiten klar regeln. Definiere Exit-Kriterien und Konfliktlösungsmechanismen, falls es Spannungen gibt. Saubere Verträge geben Sicherheit und vermeiden Missverständnisse.

Pilot-Phasen

Starte mit kleinen Pilotprojekten, bevor du die Lösung vollständig ausrollst. So minimierst du das Risiko und kannst basierend auf realem Feedback und Performance-Daten gezielt nachjustieren. Pilot-Phasen sichern, dass Lösungen tragen, bevor größere Investitionen fließen.

Regelmäßige Reviews

Plane regelmäßige Review-Meetings, um Fortschritt zu prüfen, Probleme früh zu adressieren und die Ausrichtung an deinen Zielen sicherzustellen. Diese Reviews schaffen Raum für kontinuierliche Verbesserung und rechtzeitiges Eingreifen, wo nötig.

Skalierungs-Checks

Bewerte die Skalierbarkeit der Startup-Lösung, damit sie deinen langfristigen Bedarf abdeckt. Prüfe, ob sie steigende Nachfrage und veränderte Business-Anforderungen verkraftet. So bleibt die Lösung auch in der Wachstumsphase effektiv.

Technisches Risiko-Management

Mache technische Assessments und Kompatibilitätstests, um sicherzugehen, dass die Startup-Technologie sauber mit deinen Systemen zusammenspielt. Vereinbare klare Technical-Support-Regelungen, damit Probleme schnell gelöst werden. So bleibt die Integration glatt und der Betrieb ungestört.

Finanzielles Risiko-Management

Prüfe die finanzielle Gesundheit des Startups und setze klare Budget-Rahmen für die Partnerschaft. Meilenstein-basierte Zahlungen schützen deine Investition und sichern finanzielle Verantwortlichkeit. So gehst du verantwortungsvoll mit Mitteln um.

Compliance und Governance

Stelle sicher, dass die Lösungen branchenspezifische Regulierungen und interne Policies einhalten. Compliance-Checks und Governance-Monitoring reduzieren rechtliche und Reputations-Risiken. So bleibst du auf der sicheren Seite und schützt deinen Ruf.

Operatives Risiko-Management

Arbeite eng mit Startups daran, robuste operative Pläne und Notfallstrategien aufzubauen. Das hilft, Risiken aus Supply-Chain-Störungen, Personalengpässen oder anderen Hürden zu reduzieren. So bleiben Lösungen zuverlässig, auch wenn der Wind sich dreht.

Reputations-Management

Pflege transparente Kommunikation und halte einen Krisenplan parat, falls Probleme auftauchen. Achte darauf, dass Startups eine starke Historie und belastbare Referenzen mitbringen. Das reduziert Reputations-Risiken und schützt deine Marke im Markt.

Häufige Fragen zum Venture-Client-Ansatz

Was ist ein Venture Client?

Ein Venture Client ist ein etabliertes Unternehmen, das das Produkt eines Startups kauft und einsetzt, um ein eigenes Geschäftsproblem zu lösen, ohne sich zu beteiligen. Der Kauf selbst ist die Form der Zusammenarbeit: Der Konzern bekommt die Technologie, das Startup Umsatz und einen Referenzkunden.

Was ist der Unterschied zwischen Venture Client und Corporate Venture Capital?

Ein Venture Client kauft das Produkt, eine Corporate-Venture-Capital-Einheit kauft Anteile. Venture Clienting ist schneller, günstiger im Start und an ein konkretes operatives Problem gebunden, CVC ist eine finanzielle Position mit längerem Horizont. Viele Konzerne fahren beides parallel.

Was ist eine Venture-Client-Einheit?

Eine Venture-Client-Einheit ist das Team, das das Modell betreibt: Es sammelt Geschäftsherausforderungen aus den Fachbereichen, scoutet und bewertet Startups, finanziert und steuert den Proof of Concept und übergibt die validierte Lösung an den Fachbereich. Die BMW Startup Garage von 2015 war die erste ihrer Art.

Wie lange dauert ein Venture-Client-PoC?

Ein sauber zugeschnittener PoC läuft typischerweise von wenigen Wochen bis etwa sechs Monaten, abhängig von Datenzugang, Integrationstiefe und Einkauf. Der Galactify-PoC mit Telefónica lief über fünf Monate. Deutlich längere Laufzeiten sind meist ein Zeichen dafür, dass die Erfolgskriterien zu Beginn nicht eng genug definiert wurden.

Wie startest du ein Venture-Client-Programm?

Starte mit genau einer klar definierten Geschäftsherausforderung, die einen Verantwortlichen und ein Budget hat, nicht mit einem allgemeinen Innovationsauftrag. Scoute drei bis fünf Startups gegen diese Herausforderung, führe einen bezahlten PoC mit klaren Erfolgskriterien durch und baue Prozess und Einheit erst ab dem zweiten oder dritten Fall aus, wenn der erste Nutzen belegt ist.

Fazit

Der Venture-Client-Ansatz hat sich als innovativ und wirksam für Konzerne und Startups etabliert. Indem Startups direkt mit etablierten Unternehmen als Kunden zusammenarbeiten, gelingt frühe Validierung, schnelleres Wachstum und kritisches Feedback aus realen Anwendungen. Für ein Haus wie Wayra ist der Venture-Client-Ansatz nicht nur ein Innovationstreiber, sondern auch die Basis einer Beziehung, von der beide Seiten profitieren.

Wayra treibt Innovation mit strategischen Partnerschaften und Investments in vielversprechende Startups voran. Mit dem Venture-Client-Modell sorgt Wayra dafür, dass Startups die Unterstützung bekommen, die sie im Wettbewerb brauchen, und dass o2 Telefónica schneller an erprobte Technologie kommt, als der Konzern sie selbst bauen könnte.

Wenn du besprechen willst, wie der Venture-Client-Ansatz für dein Unternehmen oder dein Startup funktioniert, sprich mit dem Wayra-Team.

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