Startup Scaling
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Welcher Startup Inkubator in München passt wirklich zu deinem B2B-Startup?

Finde den passenden Startup Inkubator in München. Wir vergleichen Wayra, TUM, WERK1 & Co. – für B2B-Tech-Startups, die Umsatz statt nur Coaching suchen.

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Welcher Startup Inkubator in München passt wirklich zu deinem B2B-Startup?

Das Wichtigste in Kürze

  • Unterschiedliche Schwerpunkte: Münchens Startup-Ökosystem bietet universitätsnahe Inkubatoren (TUM Incubator), Community-Hubs (WERK1), Tech-Zentren (gate Garching) und Corporate-Innovation-Programme (Wayra Deutschland). Die Wahl des richtigen Partners hängt von deiner Gründungsphase ab.
  • Corporate-Inkubatoren bieten Marktzugang: Programme wie Wayra ermöglichen bezahlte Pilotprojekte mit o2 Telefónica und direkten Kundenzugang – ein Unterschied zum klassischen Mentoring-Ansatz.
  • Deine Startup-Phase entscheidet: Pre-Seed-Teams profitieren von universitären Netzwerken wie dem TUM Incubator. B2B-Startups mit MVP benötigen eher Venture-Client-Modelle für schnelleren Umsatz.
  • Konditionen variieren stark: Von kostenlosen Programmen über monatliche Büromieten bis hin zu Investment-Optionen – die Bedingungen unterscheiden sich erheblich.
  • Problemorientiert wählen: Der beste Accelerator ist der, der dein größtes Problem löst – ob fehlende Infrastruktur, Netzwerklücken oder der erste Enterprise-Kunde.

Der Zugang zu Unternehmenskunden ist für B2B-Startups oft die größte Hürde. Lange Vertriebszyklen, fehlende Enterprise-Referenzen und schrumpfender Runway bremsen das Wachstum. Ein Startup Inkubator in München kann hier den entscheidenden Unterschied machen – doch das Angebot ist vielfältig und unübersichtlich.

Dieser Vergleich hilft dir, die richtige Entscheidung für dein Tech-Startup zu treffen. Wir analysieren vier zentrale Gründerzentren in München, zeigen ehrliche Vor- und Nachteile und geben dir eine klare Entscheidungshilfe.

Startup Inkubatoren München: Schnellvergleich

Anbieter Schwerpunkt Ideal für Hauptleistung Kosten / Beteiligung Einschränkungen
Wayra Deutschland Venture-Clienting, Corporate-Innovation Seed- bis Series-B-Tech-Startups Bezahlte Pilotprojekte (PoCs), direkter Kundenzugang zu o2 Telefónica, Skalierungshilfe Keine Programmkosten; Investment (150k - 5 Mio. €) möglich Fokus auf Telco-Synergien mit o2 Telefónica; nicht für alle Branchen geeignet
TUM Incubator Akademische Ausgründung, Forschungstransfer Pre-Seed-Teams mit TUM-Bezug Kostenlose Büros, Zugang zu Forschung, MakerSpace & TUM-Netzwerk Kostenlos in der Pre-Seed-Phase; keine Anteile TUM-Bezug zwingend erforderlich, nur für Teams vor der Gründung
WERK1 Community, Infrastruktur, Networking Digitale Startups aller Phasen Flexible Büros, große Community, Events, zentrale Lage im Werksviertel Monatliche Miete für Büros; keine Anteile Weniger strukturierte Programme, keine direkte Kundenvermittlung
gate Garching Tech-Startups, Wissenschaftsnähe Technologieorientierte Deep-Tech-Startups Büros & Labs, Coaching, Anbindung an Forschungscampus Garching Monatliche Miete für Büros; keine Anteile Standort außerhalb des Stadtzentrums; Fokus auf Deep-Tech und B2B

Die Münchner Inkubatoren im Detail

Jedes Gründerzentrum verfolgt eine eigene Philosophie. Während einige auf Community und Infrastruktur setzen, fokussieren sich andere auf messbaren Business-Impact durch direkten Kundenzugang.

Wayra Deutschland: Venture-Clienting mit o2 Telefónica

Wayra ist der Open-Innovation-Hub von o2 Telefónica und positioniert sich als Venture-Client-Programm. Anders als klassische Acceleratoren steht hier die kommerzielle Zusammenarbeit im Vordergrund: Startups werden nicht nur gecoacht, sondern als potenzielle Lieferanten für o2 Telefónica entwickelt.

Die Programme

Traction Boost: Richtet sich an Pre-Seed- bis Early-Stage-Startups, die einen ersten Enterprise-Kunden als Referenz benötigen. Wayra identifiziert passende Anwendungsfälle bei o2 Telefónica, übernimmt die Kosten für den Proof of Concept und begleitet durch den Prozess.

Sales Boost: Für reifere Startups (Mid-Stage bis Scale-up) mit skalierbarer Lösung. Ziel ist die kommerzielle Integration und der Vertrieb über die Kanäle von o2 Telefónica. Laut Wayra führen etwa 50% der Pilotprojekte zu langfristigen Verträgen.

Für wen geeignet?

B2B-Tech-Startups ab Seed-Phase mit Enterprise-fähigem Produkt in Bereichen wie Cybersecurity, KI-Automatisierung, Data Analytics oder Netzwerk-Effizienz. Weitere Informationen findest du auf der Wayra-Website für Startups.

Für wen ungeeignet?

Teams in reiner Ideenphase ohne MVP, B2C-Startups ohne Enterprise-Bezug oder Agenturen ohne skalierbares Produkt.

Vorteile

  • Bezahlte Pilotprojekte mit klaren KPIs statt reinem Mentoring
  • Fast-Track-Beschaffungsprozess verkürzt übliche Corporate-Zyklen
  • Enterprise-Referenz öffnet Türen bei weiteren Großkunden
  • Strategische Investment-Optionen (150.000 € - 5 Mio. €)

Nachteile

  • Fokus auf Telco-Synergien schränkt Branchenvielfalt ein
  • Erfordert fertiges Produkt, keine reine Ideenförderung

TUM Incubator: Der akademische Startpunkt

Der TUM Incubator ist am Forschungscampus Garching verankert und erste Anlaufstelle für Gründerteams aus der Technischen Universität München. Der Fokus liegt auf der Transformation wissenschaftlicher Forschung in Geschäftsmodelle.

Leistungen

Teams in der frühesten Phase erhalten kostenlose Arbeitsplätze, Zugang zur Prototypen-Werkstatt MakerSpace, Coachings und Anbindung an die TUM Start-up Community. Events wie das "Founder's Breakfast" fördern den Austausch zwischen Gründern.

Für wen geeignet?

Ausschließlich für Teams in der Pre-Seed-Phase vor der offiziellen Gründung. Voraussetzung: Mindestens ein Gründungsmitglied mit aktuellem TUM-Bezug (Studierende, Alumni bis 5 Jahre nach Abschluss, Forschende).

Für wen ungeeignet?

Bereits gegründete Unternehmen oder Teams ohne TUM-Bezug. Wer primär einen zahlenden Kunden sucht, findet bei anderen Programmen bessere Unterstützung.

Vorteile

  • Kostenloser Zugang zu Infrastruktur und Coachings
  • Exzellentes Ökosystem mit Nähe zu Forschung und UnternehmerTUM
  • TUM-Label als Qualitätssiegel bei Investoren

Nachteile

  • Strenge Zugangsvoraussetzungen (TUM-Bezug zwingend)
  • Fokus auf Vorgründungsphase, keine Skalierungsunterstützung

WERK1: Community-Hub im Werksviertel

Das WERK1 am Münchner Ostbahnhof ist eines der bekanntesten Gründerzentren Bayerns. Der Schwerpunkt liegt auf Community, flexibler Infrastruktur und Vernetzung in zentraler Lage.

Leistungen

Kostengünstige und flexible Büroflächen, Coworking-Spaces, Meetingräume und Coliving-Apartments. Der Austausch zwischen über 40 Startups bei Events und im hauseigenen Café ist zentraler Bestandteil. Ergänzt wird das Angebot durch Mentoring-Programme.

Für wen geeignet?

Digitale Startups jeder Phase, die zentrale Lage, lebendige Community und flexible Bürolösungen suchen. Ideal für Teams, die informellen Austausch und starkes Netzwerk schätzen.

Für wen ungeeignet?

Startups, die hochstrukturierte, themenspezifische Programme mit festen Meilensteinen und direkter Kundenvermittlung erwarten.

Vorteile

  • Starke Community mit intensivem Gründer-Austausch
  • Zentrale Lage im dynamischen Werksviertel
  • Flexible Mietverträge für Startup-Bedürfnisse

Nachteile

  • Weniger formalisierte Programme als bei anderen Anbietern
  • Keine direkte Kundenvermittlung, eigenständiger Vertrieb erforderlich

gate Garching: Deep-Tech am Forschungscampus

Das gate Garching ist auf dem Forschungscampus im Norden Münchens angesiedelt. Mit über 20 Jahren Erfahrung und einer Erfolgsquote von 98% bei Alumni hat es sich als Anlaufstelle für technologieorientierte Startups etabliert.

Leistungen

Auf 5.000 qm moderne Büros und Laborflächen, individuelles Coaching und starke Tech-Community. Die Nähe zur TU München sowie Forschungseinrichtungen von Fraunhofer und Max-Planck ist entscheidender Vorteil für Deep-Tech-Startups.

Für wen geeignet?

Technologie- und wissenschaftsgetriebene B2B-Startups, die von Nähe zur Spitzenforschung profitieren und professionelles Umfeld für Wachstum suchen.

Für wen ungeeignet?

B2C-Startups oder Teams ohne technologischen Kern finden hier weniger Synergien. Die Lage außerhalb des Stadtzentrums ist für Teams, die hohe Zentralität bevorzugen, ein Nachteil.

Vorteile

  • Starke wissenschaftliche Anbindung für Deep-Tech und F&E-intensive Startups
  • Hohe Erfolgsquote (98%) und Erfahrung mit über 360 geförderten Startups
  • Infrastruktur für Hardware-Entwicklung neben klassischen Büros

Nachteile

  • Standort in Garching außerhalb der Innenstadt
  • Starker Tech-Fokus, für andere Branchen weniger geeignet

Checkliste: So wählst du das richtige Gründerzentrum

Stelle dir diese fünf Fragen vor der Entscheidung:

  1. Startup-Phase definieren: Bist du Pre-Seed, Seed oder bereits in der Wachstumsphase mit Skalierungsbedarf?
  2. Hauptbedürfnis analysieren: Suchst du primär Arbeitsplatz, Netzwerk, Mentoring oder einen zahlenden Enterprise-Kunden?
  3. Ressourcen prüfen: Hast du die Kapazitäten für professionelle Proof-of-Concepts oder intensive Programm-Teilnahme?
  4. Konditionen vergleichen: Musst du Anteile abgeben? Welche Kosten entstehen? Welche formalen Zugangsvoraussetzungen (z.B. Uni-Bezug) gibt es?
  5. Strategischen Fit bewerten: Passt der Branchenfokus des Inkubators (Telco-Synergien bei Wayra, Deep-Tech bei gate) zu deinem Produkt?

Weitere Startup-Programme in München

Neben den vier vorgestellten Hauptakteuren gibt es weitere spezialisierte Programme:

FAQ – Häufige Fragen zu Startup Inkubatoren in München

Was ist der Unterschied zwischen Inkubator und Accelerator?

Ein Inkubator unterstützt Startups meist in sehr früher Phase über längeren Zeitraum mit Infrastruktur und Mentoring. Ein Accelerator ist ein zeitlich begrenztes, intensives Programm (oft 3-6 Monate), das auf schnelles Wachstum abzielt und häufig mit Finanzierung gegen Anteile verbunden ist. Die Grenzen zwischen beiden Modellen sind jedoch zunehmend fließend.

Muss ich für einen Inkubator in München Unternehmensanteile abgeben?

Das hängt vom Modell ab. Universitäre Inkubatoren wie der TUM Incubator sind kostenlos und anteilsfrei. Community-Hubs wie WERK1 finanzieren sich über Büromieten. Corporate-Programme wie Wayra nehmen keine Anteile für die Programmteilnahme, bieten aber strategische Investment-Optionen an.

Welche Gründerzentren in München unterstützen Hardware-Startups?

Der TUM Incubator bietet durch den direkten Zugang zum MakerSpace (Hightech-Prototypen-Werkstatt) hervorragende Bedingungen. Auch im Umfeld von gate Garching finden sich viele Ressourcen für Hardware- und Deep-Tech-Startups mit Laborflächen.

Wie bewerbe ich mich bei einem Startup Inkubator in München?

Die meisten Inkubatoren haben auf ihrer Website ein Bewerbungsformular oder eine Kontakt-E-Mail. In der Regel reichst du ein Pitch-Deck sowie Informationen zu Team und Geschäftsmodell ein. Bei Corporate-Programmen wie Wayra liegt der Fokus stark auf Business Case und technologischem Fit. Kontakt zum Wayra-Team.

Lohnt sich ein Accelerator, wenn ich bereits erste Kunden habe?

Ja, definitiv. Programme wie der Wayra Sales Boost sind speziell auf Startups mit etabliertem Produkt ausgelegt und helfen bei der Skalierung. Der Zugang zu Vertriebskanälen eines Konzerns kann das Wachstum erheblich beschleunigen. Auch gate Garching unterstützt reifere Tech-Startups beim Scale-up.

Fazit: Dein Weg zum passenden Startup-Programm

Die Münchner Startup-Landschaft bietet für jede Gründungsphase und jeden Fokus das passende Programm. Während universitäre Inkubatoren wie der TUM Incubator ideal für Pre-Seed-Teams mit Forschungshintergrund sind, profitieren Community-orientierte Gründer von WERK1 oder Deep-Tech-Startups von gate Garching.

Für B2B-Tech-Startups mit fertiger Lösung, die schnell einen Enterprise-Kunden als Referenz benötigen, kann ein Venture-Client-Modell wie bei Wayra die effektivste Abkürzung sein. Statt monatelangem theoretischem Coaching startest du direkt in bezahlte Pilotprojekte mit klaren KPIs.

Die wichtigste Frage bleibt: Welches Problem musst du als nächstes lösen? Die Antwort darauf zeigt dir den richtigen Inkubator.

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Nicole Hrusa
Nicole Hrusa
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Published
January 25, 2026
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